„Jüdische Ereignisse“

Veranstaltungen mit jüdischem Charakter in der Region Oldenburg.

Diese Ereignisse fallen nicht in die Zuständigkeit der jüdischen Gemeinde.

 

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Ehemalige Jüdische Schule
Bergmannstraße 37
26789 Leer

 

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Sonntag, 28. Juli 2019
18:00 h, Kirche St. Marien, Deichstraße 120, 27804 Berne-Warfleth

Asasello-Quartett
Konzert in drei Teilen – Warfleth exklusiv
„Neunzig Jahre Günter Berger“
Urauffürungen der Streichquartette 3, 4, 5 und des Charakterzyklus „Sieben Temperamente“
Der in Dötlingen (Landkreis Oldenburg) ansässige Jubilar, fast zwanzig Jahre Professor für Orgel und Improvisation an der HfKMBremen, hat seit Mitte der Neunziger über zwanzig internationale und nationale Kompositionspreise errungen, zuletzt 2018 beim renommierten „Klangfarben“-Wettbewerb Berlin. Er ist Träger der Landschaftsmedaille der Oldenburgischen Landschaft. Etliche seiner Werke werden von namhaften Verlagen wie Bärenreiter und Schott publiziert.
Sein Werk „Das große Klagelied“, eine Vertonung des Poems „Das Lied vom ausgemordeten jüdischen Volk“ von Jizach Katzenelson, und das den Opfern von Auschwitz gewidmete „Crucifixion“ wurden in zahlreichen Orten Deutschlands, Polens und in Israel (Tel Aviv und Jerusalem) aufgeführt. Berger wurde geboren am 25. Juli 1929. Die ausgewählten Werke sind (wie so viele aus seinem Oeuvre) vorher noch nie zu Gehör gebracht worden. Die Musiker haben die Uraufführungen exklusiv für das Geburtstagskonzert einstudiert.
Die aus Russland (Rostislav Kozhevnikov), der Schweiz (Barbara Kuster), Polen (Justyna Sliwa) und Finnland (Teemu Myöhänen) stammenden Musiker des Asasello-Quartetts haben sich in wenigen Jahren ein vielfältiges Repertoire erarbeitet und durch ihre packende Unmittelbarkeit einen hervorragenden Ruf erspielt. Der Erste Preis beim Migros-Kultur-Wettbewerb bildete den Auftakt zu einer internationalen Konzerttätigkeit. Es folgten Tourneen nach Ungarn, Russland, in die Niederlande und nach England, erfolgreiche Auftritte bei der Musik-Triennale Köln und in der Wigmore Hall London sowie die Teilnahme an Workshops, z.B. der Lucerne Festival Academy oder dem Atelier des Heidelberger Frühlings. Neben dem Studium erhielt das Quartett wichtige Impulse von Christophe Desjardins und Chaim Taub. Große Anerkennung wurde dem Quartett für sein von der Kunststiftung NRW und der Kulturstiftung Pro Helvetia unterstütztes Projekt „4 Paysages – 4 Landschaften“ zuteil, das die Musiker auf eine dreiwöchige Sibirien-Reise führte.
Das Quartett setzte sich als Preisträger beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Hamburg (ICMC) gegen 18 Streichquartette aus der ganzen Welt durch. Der Verband der Deutschen Konzertdirektionen zeichnete das Quartett mit seinem Musikpreis aus. Die CD-Einspielungen mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Fanny Hensel sowie mit Franz Schuberts Streichquartett d-moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“ und Alfred Schnittkes Streichquartett Nr. 3 erhielten höchstes Lob der Fachpresse. 2016 spielten die Asasellos Schönbergs Streichquartette im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks für das renommuierte Label Genuin ein. Die CD wurde mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik geehrt. Aus der Begründung: „Die Quartette klingen trotz analytischem Durchdringen dominant spielerisch und immer dem Hörer zugewandt.“