1700 Jahre Jüdisches Leben In Deutschland

Am 12. September findet der Tag des offenen Denkmals auf dem Alten Jüdischen Friedhof in Oldenburg statt.

Führungen & Lesungen um 11.00 Uhr, 13.00 Uhr und 15.00 Uhr. Bitte melden Sie sich per Email an unter info@jg-ol.de

Martin J. Schmid ließt aus dem neu erschienen Buch „Bet Olam – Haus der Ewigkeit : Der alte jüdische Friedhof zu Oldenburg – Dokumentation“ im Oldenburger Verlag Isensee erscheinen. Nähere Informationen zur Forschung von Martin J. Schmid finden Sie unter https://www.juedischer-friedhof-oldenburg.de

= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =

***Die Ausstellung Le’Chaim! wird verlängert bis zum 01. August 2021***

In Kooperation mit der Stadt Oldenburg und mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg findet die Ausstellung Le’Chaim! Jüdisches Leben in Oldenburg vom 30. Mai bis zum 01. August 2021 im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg statt. Wir danken allen Beteiligten für eine wunderbare Finissage am 04.07. Die Aufzeichnung können sie ansehen unter: https://www.youreventonline.de/JuedischesLebeninOldenburg/

Wir danken allen Beteiligten für den gelungen Auftakt zur Ausstellungseröffnung am 30.05. Die Aufzeichnung können sie ansehen unter: https://www.youreventonline.de/JuedischesLebeninOldenburg/

= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =

Aktuelle mögliche coronabedingte Beschränkungen finden Sie auf der Homepage des Landesmuseums www.landesmuseum-ol.de/besuch-planen/besucherinformationen.html

**********Die Ausstellung Le’Chaim! wird verlängert bis zum 01. August 2021***********

RZ_A1_-Plakat_Jüdisches_Leben_Oldenburg

= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =

Die Ausstellung

Die Ausstellung vermittelt keinen chronologischen Überblick über die Geschichte der Jüdinnen und Juden in der Stadt, sondern setzt thematische Schwerpunkte und rückt besondere Aspekte in den Fokus.

Der Familie Adolf de Beer ist ein großer Bereich gewidmet, um beispielhaft zu zeigen, dass die Jüdinnen und Juden Teil der Oldenburger Stadtgesellschaft waren, respektiert wurden und Freundschaften mit Oldenburger Bürgerinnen und Bürgern pflegten, und letztlich dennoch auf unvorstellbare Weise ausgegrenzt, deportiert und ermordet wurden. Diese Familiengeschichte umspannt die Zeit vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Machtübernahme der Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten – in Oldenburg bereits 1932 – und zur Rückkehr einiger Familienmitglieder aus der Emigration nach Oldenburg in der Nachkriegszeit.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Oldenburg e. V. gründete sich im Januar 1962 und setzte die Arbeit fort, mit der Adolf de Beer nach dem Krieg begonnen hatte, als er die Geschäfte der neugegründeten jüdischen Gemeinde in Oldenburg übernahm. Überlebende des Nationalsozialismus und aus der Emigration Zurückgekehrte waren die ersten Mitglieder einer kleinen Gruppe von Jüdinnen und Juden, die bis 1965 stetig kleiner wurde, so dass die erste jüdische Gemeinde Oldenburgs nach dem Krieg letztlich im Landesverband der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen aufging. Bis zur Neugründung der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg im August 1992 nahm sich die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Oldenburg e.V. der Aufgabe an, die Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Christinnen und Christen und Jüdinnen und Juden zu thematisieren. Mit finanziellem und ideellem Beistand unterstützte sie die Neugründung der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg und setzt sich bis heute entschieden für das jüdische Leben in Oldenburg ein.

Auch die Stadt unterstützte die neue Jüdische Gemeinde zu Oldenburg und baute eine ehemalige Baptistenkapelle von 1867 nach den Anforderungen der Jüdischen Gemeinde zu einem Synagogengebäude um. Im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit ist die neue Synagoge am 5. März 1995 feierlich der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg übergeben worden. Ein Gemeindeaus neben der Synagoge folgte im Jahr 2001 und ein Anbau für die Mikwe 2002.

Heute ist die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg ein wichtiger und selbstverständlicher Teil der Stadtgesellschaft. Die Ausstellung präsentiert verschiedene Objekte aus dem Besitz der Gemeinde, anhand derer ein Zugang zur jüdischen Liturgie ermöglicht und der historische Ursprung sowie die Bedeutung von Schabbat und den wesentlichen jüdischen Festen erklärt wird.

Video-Portraits

Drei eigens für die Ausstellung produzierte Video-Portraits bereichern die Ausstellung durch persönliche Endrücke: Jugendliche aus der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg erzählen darüber, welche Rolle der jüdische Glauben für sie spielt und was ihnen die Synagoge sowie das Gemeindehaus als Ort ihrer Gemeinschaft bedeuten. Lebhaft und mit großer Freude erklären sie, wie und in welchem religiösen Zusammenhang die liturgischen Gegenstände genutzt werden. Die Rabbinerin Alina Treiger lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer teilhaben an ihren Aufgaben und ihrer Funktion für die jüdische Gemeinde und sie erzählt von ihrer Ausbildung und Rolle als weiblicher Rabbiner. Ein Portrait ist der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Oldenburg e. V. gewidmet. Es zeigt die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg und die Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Oldenburg im intensiven Gespräch über das jüdische Leben in der Stadt früher und heute und über ihre freundschaftlichen Beziehungen zueinander.

Erweitert wird die Ausstellung der jüdischen Geschichte Oldenburgs durch einen historischen Überblick über 1700 Jahre jüdischen Lebens in Deutschland. Namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben Texte beigetragen zu unterschiedlichen Themen wie Jüdinnen und Juden in der Spätantike, im Mittelalter oder der Frühen Neuzeit, in Kaiserreich und Weimarer Republik oder zum Neubeginn nach 1945 und zur Emanzipation.

Eine Gruppe von Studierenden an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hat ebenfalls zu verschiedenen Themenfeldern des jüdischen Lebens in Oldenburg gearbeitet. Auch die Ergebnisse ihres Seminars „Einführung in das Judentum“ werden in der Ausstellung gezeigt.

= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =

Das Leo-Trepp-Lehrhaus Programm 2021 mit dem Titel: 321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland widmet sich ebenfalls dem Festjahr mit seiner Austellungs- und Vorlesereihe. Zu jedem Vortragsabend wird kurz in eine Epoche der Geschichte eingeführt und der Vortrag stellt eine Verknüpfung mit den (aktuellen) jüdischen Lebens- und Glaubenswelten her.

= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
LEO_TREPP_PLAKAT_2021_222

= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =

Bubales Puppentheather präsentiert für die Kleinen

Weitere Informationen zu deutschlandweiten Aktionen finden Sie unter:

www.2021JLID.de

www.instagram.com/2021JLID 

www.facebook.com/2021JLID 

www.twitter.com/2021JLID 


= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =

Die Online-Ausstellung zum Projekt 321-2021: 1700 Jahre jüdischen Lebens in Deutschland zu sehen unter:
landingpage.7places.org


= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =